San Francisco

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San Francisco stellt einen schönen Einstieg in die USA dar, verfügt die Stadt an der nach ihr benannten Bucht doch über viele Sehenswürdig­keiten und einen ganz eigenen Stil, ohne ihre Besucher zu erschlagen. Mit circa 885.000 Einwohnern, wenn auch immerhin 4,7 Millionen in der Metropolregion, ist San Francisco für US-Verhältnisse eine noch recht „erträgliche Großstadt“.

Doch nicht nur in dieser Hinsicht unterscheidet sie sich deutlich von vielen anderen Metropolen – das etwas europäischer aufgebaute Stadt­zentrum und die durchaus gute Infrastruktur in Hinblick auf öffentliche Verkehrsmittel sind hier in erster Linie zu nennen. Wer will, kann weite Teile der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten ohne eigenes Auto besu­chen, sollte dafür aber Kondition mitbringen, denn als Erstbesucher macht man sich keine Vorstellung davon, wie hügelig San Francisco wirklich ist. Auch wenn man die Straßen mit ihren schief geparkten Au­tos oder die sich an einer Stelle unglaublich windende Lombard Street schon einmal gesehen hat, kommen die tatsächlichen An- und Abstiege auf Fotos und Filmen nie so klar rüber wie in der Realität, und sie durch­ziehen weite Teile des Stadtgebiets, nicht nur einzelne Ecken.

Über San Francisco

Deutlicher formuliert: San Francisco ist aufgrund seiner zahlreichen, abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten eine sehr schöne Stadt und ein toller Startpunkt für eine Rundreise, doch die mit ihr verbundenen An­strengungen können enorm sein. Auch wenn es übertrieben klingen mag: Wer zu Hause nur unregelmäßig längere Strecken wandert, sollte, insbe­sondere mit Kindern, im Voraus vielleicht ein klein wenig üben. Immerhin zählt San Francisco dank seiner Küstenlage im zentralen Kalifornien zu den eher kühlen Städten des Südwestens: Zwar wird es im Winter kaum mal „richtig“ kalt, doch dafür schießen die Temperaturen auch im Hochsommer nur selten in die Höhe, stattdessen kann man selbst im Juli und August oft mit um die 22° C rechnen.

Hin und wieder ärgerlich ist zumindest aus touristischer Sicht der Nebel, der vor allem im Sommer häufig in die Bucht zieht und dann den Blick aufs Meer, vor allem aber auch auf die Golden Gate Bridge und auf Alcatraz, versperrt. Sichtweiten von unter 50 Metern sind keine Selten­heit und leider hat der Nebel die Angewohnheit, kaum berechenbar zu sein – vor allem im Sommer taucht er häufig „aus dem Nichts“ auf. Der einzige echte Tipp in dieser Hinsicht kann daher lauten: Wenn das Wetter gut ist, machen Sie sich sofort auf den Weg zur Golden Gate Bridge, um Sie mindestens einmal klar zu sehen! Meistens stehen die Chancen morgens besser als am Nachmittag.

Viel von dem Charme San Franciscos macht zweifellos aus, dass diese Stadt ein wenig untypisch, in mancher Hinsicht einfach „anders“ ist. Das beginnt schon mit ihrer Lage im Inneren einer 70 km langen und bis zu 20 km breiten Bucht, in unmittelbarer Nähe der stets bedrohlichen San-Andreas-Verwerfung und auf einer fast schon erschreckend hügeligen Landschaft. Zudem sorgte der bereits zuvor erwähnte, häufige Nebel dafür, dass die Bucht von Europäern bei der Erkundung der Neuen Welt lange unentdeckt blieb; sie segelten anfangs buchstäblich an ihr vorbei.

Gegründet wurde San Francisco dann auch erst im Jahre 1776, nahe früherer Ansiedlungen der Yelamu-Indianer, und sollte zunächst, wie so oft, in erster Linie der Missionierung dienen. Neben der Mission, San Francisco de Asís, wurde auch der Militärstützpunkt Presidio errichtet.

Ähnlich wie Los Angeles war die kleine Siedlung im Mexikanischen Unabhängigkeitskrieg (1810-1821) und im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-1848) umkämpft, landete schließlich jedoch in den Händen der USA und erlebte schon kurz darauf mit dem Goldrausch ihren Auf­schwung, worauf sich ganz banal der Name Golden Gate bezieht. Aber auch die strategisch und wirtschaftlich wichtige Lage an der Pazifikküste ließ vor allem den Hafen aufblühen.

Über die folgenden Jahrzehnte hinweg wuchs und wuchs die Stadt, viele chinesische Einwanderer siedelten sich nach dem Bau der ersten Transkontinentalen Eisenbahn hier an, zahlreiche bekannte Unterne­hmen (unter anderem Levi's) und Banken (Wells Fargo) wurden im Zuge des aufkommenden Wohlstandes gegründet – bis im Jahre 1906 bei ei­nem großen Erdbeben, nein, dem großen Erdbeben, ein beträchtlicher Teil der Stadt zerstört wurde. Doch der Wiederaufbau ließ nicht lange auf sich warten und mit der Eröffnung von Golden Gate Bridge und Oakland Bay Bridge in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts verfügte die Stadt auch endlich über eine einwandfreie Anbindung an das Umland.

Bekannt ist San Francisco darüber hinaus natürlich als Zentrum der Hippie-Bewegung in den 60ern und für das Aufkommen der Schwulen- und Lesben-Szene in den 70ern. In den vergangenen Jahrzehnten hat San Francisco sich zunehmend, auch aufgrund der Nähe zum Silicon Valley und der Ansiedlung vieler Software-Unternehmen, wirtschaftlich zum Positiven entwickelt, was jedoch auf Kosten der Bezahlbarkeit ging. Die Gentrifizierung sorgt heute für ein überwiegend schönes, aber eben auch verdammt teures Stadtbild mit teilweise unbezahlbar erschei­nenden Mieten. Einer der Gründe für die hohe Anzahl an Obdachlosen.

Orientierung

San Francisco besteht offiziell aus 36 Stadtteilen, die sich aus Besucher­sicht auf gut ein Dutzend reduzieren lassen. Das für Touristen großartige Zentrum liegt im Nordosten des Stadtgebiets zwischen Van Ness Avenue und Market Street. Es beginnt im Südwesten mit dem Civic Center und Tenderloin District, im Osten schließen Union Square und der Financial District daran an. Nördlich davon liegen Nob Hill und Russian Hill im Westen sowie Chinatown und North Beach im Osten, bevor man am Nordende auf Fisherman’s Wharf trifft.

Westlich des Stadtzentrums siedelt sich Golden Gate an, vorrangig aus dem großen Presidio an der Golden Gate Bridge bestehend. Südwest­lich davon liegen The Avenues, in denen sich auch der Golden Gate Park befindet. Noch ein Stück weiter südlich knüpfen Twin Peaks und Lake Merced daran an. Östlich, wieder in Richtung Stadtzentrum, findet man den Castro District, The Mission sowie SoMa (South of Market Street).

Reisezeit

Das gemäßigte Küstenklima in San Francisco sorgt dafür, dass die Stadt zu jeder Jahreszeit problemlos besucht werden kann, denn vor allem die Temperaturunterschiede sind minimal: 18° C durchschnittlicher Höchsttemperatur im November stehen 19° C durchschnittlicher Höchsttemperatur im Juli gegenüber. Mit anderen Worten: Hier wird es weder im Winter besonders kalt noch im Sommer besonders warm.

Einzig und allein bei den Niederschlägen gibt es doch recht deutliche Unterschiede: Von Juni bis September kommen im Schnitt jeweils nicht einmal auf einen Regentag, während von November bis März 6-8 Regentage pro Monat üblich sind.

Neben dem Wetter sollte man aber auch das Besucheraufkommen in Betracht ziehen, denn San Francisco zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Vor allem von Mai bis September ist der Andrang enorm, weshalb man mit hohen Hotelpreisen und langen Warteschlangen rechnen muss. Eine wirkliche Nebensaison gibt es kaum, zumindest von November bis März wird es aber doch etwas leerer.

Anreise

San Francisco ist nicht unbedingt eine Stadt, die Fahrzeuge willkommen heißt. Die Straßen sind zwar US-typisch überwiegend recht breit, aller­dings erschweren zahlreiche Einbahnstraßen die Navigation. An nahezu jeder Querstraße befindet sich eine Ampel, die zum Halten zwingt, Park­plätze sind vor allem in den beliebtesten Ecken absolute Mangelware und noch dazu verdammt teuer. Selbst in den (wenigen) großen Parkhäusern in der Innenstadt zahlt man oft 5 bis 15$ die Stunde und Ermäßigungen aufgrund von Einkäufen („We validate your ticket!“) sind seltener geworden. Erfreulicherweise verfügt San Francisco im Gegenzug aber über ein für US-Verhältnisse äußerst brauchbares Nahverkehrsnetz, bei dem für Touristen vor allem „Muni“ (kurz für: San Francisco Municipal Trans­portation Agency) interessant ist, die Busse, Straßenbahnen und sogar die Cable Cars kontrolliert. Nahezu sämtliche Sehenswürdigkeiten lassen sich mit Hilfe dieses Systems erreichen, auch abseits gelegene wie der Golden Gate Park, ob­gleich die Dichte des Netzes natürlich im Stadtzentrum am höchsten ist. Erwachsene zahlen pro Busfahrt (gültig für 90 Minuten inklusive Um­steigen) 2,75$, Kinder von 5 bis 18 Jahren sind für 1,35$ unterwegs. Bei Cable Cars gelten andere Preise, hier zahlt jeder 7$ pro Fahrt oder 21$ für ein Tagesticket, das sich also erst ab vier Fahrten lohnt. Insgesamt ist Muni eine sehr sinnvolle Alternative zum Auto; mit ihr ist es zum Beispiel möglich, keine kompletten Rundwege zu gehen, son­dern eine Strecke zu laufen und den Weg zurück zu fahren. Auch wenn man weniger gut zu Fuß unterwegs ist, können Busse und Bahnen ein Segen sein. Tagsüber werden die meisten Haltestellen im Takt von 5 bis 15 Minuten angesteuert, die Sauberkeit der Busse und Bahnen reicht von „geht so“ bis „besser weggucken“. Noch ein Wort zu den berühmten Cable Cars, den mit Kabeln über die Hügel gezogenen Bahnen. Von einst 23 Linien aus dem späten 19. Jahrhundert sind heute nur 3 verblieben: California Street Line, Powell-Mason Line und Powell-Hyde Line, insgesamt sind auf ihnen derzeit etwa 40 Cable Cars unterwegs. Die meisten Linien wurden nach dem großen Erdbeben im Jahre 1906 abgeschafft, weil elektrische Straßenbahnen schlichtweg günstiger und praktikabler waren. Dieser Trend hielt bis in die 80er-Jahre an, als die Stadt vor einer Entscheidung stand: Entweder sämtliche Cable Cars ein­stampfen oder das marode System aufwendig sanieren. Man entschied sich für Letzteres, investierte damals enorme 60 Millionen US-Dollar und richtete die Cable Cars klar auf den Tourismus aus, von dem sie heute fast ausschließlich genutzt werden. Die am wenigsten überlaufene Linie ist California, die in West-Ost-Richtung von Van Ness Avenue bis Embarcadero verläuft – vor allem in der Hauptsaison kann es sinnvoll sein, auf diese Linie auszuweichen, um dem enormen Andrang ein wenig aus dem Weg zu gehen. Möchte man eine der anderen Linie nutzen, empfiehlt es sich, nicht direkt am Wendepunkt, sondern eine Station danach zuzusteigen, da in der Regel ein paar Plätze freigehalten werden. Nur sitzen kann man dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Vollgepacktes Cable Car und lange Warteschlange drumherum.

Mit dem Auto

Aus Norden: Kommt man aus dem Norden Kaliforniens oder gar Oregon, fährt man die Stadt üblicherweise über Highway 101 oder alternativ Highway 1 an. Letzte große Stadt im Norden vor San Francisco ist dann Santa Rosa, bevor es durch Marin County über die Golden Gate Bridge ins Stadtzentrum geht. Bei der Fahrt über die Golden Gate Bridge ist in diese Richtung eine Maut zu entrichten.

Aus Osten: Kommt man vom Yosemite National Park oder vom Sequoia National Park, nutzt man in der Regel die Interstate 580 bis Castro Valley. Dort steht man vor der Wahl: Weiter über Interstate 580 und Interstate 80 durch Oakland über die Oakland Bay Bridge oder aber über Highway 92 nach San Mateo und dann weiter über Highway 101 nach Norden. Bei der Fahrt über die Oakland Bay Bridge wird ebenfalls eine Maut fällig.

Aus Süden: Kommt man vom Highway 1, nutzt man nördlich von Monterey im Normalfall Highway 101 für die Anfahrt nach San Francisco - je nach Verkehrsaufkommen könnte man bei San José auch auf die Interstate 280 wechseln. Bei großem Interesse an Kalifornien Küste wäre zudem die Anfahrt über Highway 1 denkbar, der über Santa Cruz am Big Basin Redwoods State Park sowie an der Half Moon Bay vorbeiführt.

Mit dem Flugzeug

Der San Francisco International Airport (SFO) befindet sich am südli­chen Rand der Halbinsel, nur etwa 20 km vom Stadtzentrum entfernt. Obwohl der Flughafen nach LAX der zweitbetriebsamste in Kalifornien ist, gestaltet er sich auf­grund seines kreisförmigen Aufbaus und ledig­lich vier Terminals recht übersichtlich. Flieger aus Europa – unter anderem Lufthansa, United, Air France, British Airways, KLM, Delta und Swiss – kommen allesamt am Interna­tional Terminal an, während man beim Umstieg in den USA an Terminal 1 (Delta), Terminal 2 (American Airlines, Virgin) oder Ter­minal 3 (United Domestic) landet. Vom Flughafen in die Stadt geht es entweder mit dem Mietwagen über Interstate 380 und 280 oder Highway 101 (die Mietwagenverleihe befinden sich ein Stück nördlich der Terminals und werden von der ko­stenlosen AirTrain angesteuert), mit einem Taxi (ab 50 bis 70$) oder mit dem öffentlichen Nahverkehr. Nutzt man den, fährt man am besten mit der AirTrain bis zur BART Station, von wo aus es dann mit der gelben „Pittsburg / Bay Point – SFO / Millbrae“-Linie in etwa 30 Minuten ins Stadtzentrum geht. Busse sind mit Gepäck keine echte Alternative.

Unterwegs

Zu Fuß

San Francisco ist eine der wenigen Großstädte in den USA, in der sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum problemlos zu Fuß erreichen lassen: Von Fisherman's Wharf im Norden bis zur Market Square im Süden - den Grenzen des touristischen Zentrums - sind etwa 2,8 km. Einen kompletten Stadtrundgang, inklusive Chinatown, Union Square, Coit Tower, Lombard Street und Embarcadero könnte man also an einem Tag absolvieren.

Einziges Hindernis können die zahlreichen Hügel sein, die das Stadtgebiet durchziehen und Fußgängern die meisten Wege erschweren. Für lange Strecken, etwa von der Market bis zur Lombard Street, kann die Nutzung des öffentlichen Nahverkehr deshalb sinnvoll sein.

Fahrrad

Fahrräder sind in den Großstädten der USA ein kaum genutztes Verkehrsmittel, stellen in San Francisco für Touristen jedoch eine schöne und durchaus sinnvolle Option dar, um vor allem die Küste zu erkunden: Von Fisherman's Wharf im Osten über Fort Mason und den Palace of Fine Arts durchs Presidio bis zur Golden Gate Bridge im Westen. Mit genug Zeit und Energie ist sogar die Fahrt über die Golden Gate Bridge bis Sausalito möglich. Alternative Routen führen bis Land's End oder durch den Golden Gate Park.

Empfehlenswerte Fahrradverleihe sind:

  • San Francisco Bicycle Rentals: Fahrräder ab 8-10$ die Stunde, Mindestmietdauer zwei Stunden. Bietet auch geführte Touren an. Locations an Fisherman's Wharf, im Golden Gate Park und am Ferry Building.
  • Basically Free Rental Bikes: Zahlreiche verschiedene Modelle ab 24$ für drei Stunden oder 32$ für einen ganzen Tag. Der Verleih befindet sich an Fisherman's Wharf, optimaler Ausgangspunkt für eine Rundfahrt.
  • Golden Gate Rides: Fahrradverleih 28$ für einen halben, 36$ für einen ganzen Tag. Geführte Touren auch im [Muir Woods National Monument] und im [Yosemite National Park]. Nur eine Location im Tenderloin District.

Bus & Bahn

San Francisco verfügt über einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Die Bahnen werden von BART (Bay Area Rapid Transit) betrieben, die Busse von der SFMTA (San Francisco Municipal Transport Agency). BART bietet sich vor allem für den Flughafentransfer an, während die Busse der SFMTA in erster Linie das Stadtzentrum durchziehen.

Bei BART sind die Fahrpreise von der Distanz abhängig; für die Strecke vom Flughafen bis zur Powell Street im Stadtzentrum zahlt man derzeit 9,65$.

Busfahrten mit der SFMTA kosten bei Barzahlung 2,75$ für Erwachsene und 1,35$ für Kinder / Jugendliche. Tageskarten lohnen sich in der Regel nicht, allein der CityPASS kann eine Überlegung wert sein.

Busse und Bahnen sind nicht besonders schön oder sauber, aber weitgehend zuverlässig.

Cable Car

Das Cable Car scheint auf den ersten Blick mehr Sehenswürdigkeit denn echtes Transportmittel zu sein, doch der Eindruck täuscht: Touristen können vor allem die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Powell-Mason und Powell-Hyde Line sinnvoll nutzen, um die schlimmsten Hügel zwischen Market Street und Fisherman's Wharf nicht zu Fuß erklimmen zu müssen. Entsprechend groß ist der Andrang an den Endhaltestellen, Wartezeiten von bis zu zwei Stunden stellen im Sommer keine Seltenheit dar, etwas ruhiger geht es nur bei der in Ost-West-Richtung verlaufenden California Street Line zu.

Möchte man das Cable Car nutzen, muss man entweder früh morgens an der Enthaltestelle sein oder aber eben jene Endhaltestelle meiden: Einige, meistens ausreichende Stehplätze werden für Zusteiger stets freigehalten, nur auf Sitzplätze besteht dann kaum eine Chance.

Eine Fahrt mit dem Cable Car kostet pauschal 7$ pro Person, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Auch Fahrten mit dem Cable Car sind im CityPASS enthalten.

Sehenswürdigkeiten

San Francisco bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Einige davon lassen sich im Rahmen eines Stadtrundgangs durch Zentrum besuchen, für andere muss man ein paar Kilometer mit dem Auto aus der Innenstadt herausfahren. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind:

  • Golden Gate Bridge: Das Wahrzeichen von San Francisco ist die Golden Gate Bridge. Man kann über die Brücke mit dem Auto fahren (aus Nordrichtung kommend wird eine Maut in Höhe von 8$ fällig), über sie laufen oder sie einfach nur von einem der zahlreichen Aussichtspunkte aus der Ferne betrachten. Die schönsten Aussichtspunkte befinden sich nördlich der Brücke in Marin Count (Point Diablo, Point Bonita), südwestlich der Brücke bei Land's End (Baker Beach) und östlich der Brücke im Presidio (Crissy Field Beach). Aufgrund des häufigen Nebels ist es empfehlenswert, die Golden Gate Bridge für den Anfang eines Stadtbesuchs einzuplanen.
  • Alcatraz: Kaum weniger bekannt als die Golden Gate Bridge ist Alcatraz, die ehemalige Gefängnisinsel, in der Bucht von San Francisco gelegen. Alcatraz kann mit Hilfe einer Bootstour angesteuert werden, die Überfahrt dauert etwa fünfzehn Minuten. Auf Alcatraz angekommen, kann man sich dann frei bewegen; empfehlenswert ist jedoch die Nutzung der Audiotour, die unterhaltsam durch das einstige Gefängnis führt. Einziger Anbieter der Touren ist Alcatraz Cruises, täglich von üblicherweise 8:45 bis 16:45 Uhr. Tickets kosten 38$ für Erwachsene. Für den gesamten Besuch benötigt man etwa drei Stunden.
  • Cable Cars: Drittes Wahrzeichen von San Francisco sind schließlich die Cable Cars, die vor allem zwischen Fisherman's Wharf und Market Street heute noch regelmäßig verkehren. Die besten Fotos von Cable Cars, die sich die Hügel hinaufquälen, gelingen nahe des Union Squares. Weitere Informationen zu Fahrten mit den Cable Cars unter XY.
  • Fisherman's Wharf: Ein "typisches" Touristenviertel mit zahlreichen Imbissen, Restaurants, Souvenir-Shops und Attraktionen wie dem Aquarium of the Bay. Sehenswert ist in erster Linie der bekannte Pier 39 mit seinen Seelöwen, die sich - auch von Essensresten angelockt - in der Sonne suhlen. Ein etwa einstündiger Rundgang von Pier 39 bis zum Ghirardelli Square, einer ehemaligen Schokoladenfabrik, die heute eine Art Shopping Center ist, lohnt sich.
  • Lombard Street: Die kurvigste Straße der Welt, wie es heißt, ist ebenfalls ein äußerst beliebtes Fotomotiv. Die Bezeichnung ist allerdings ein wenig verwirrend, denn die Lombard Street durchzieht beinahe die gesamte Halbinsel von San Francisco in West-Ost-Richtung, doch der kurvige Abschnitt befindet sich lediglich zwischen zwei Straßen: Hyde Street und Leavenworth Street. Das Cable Car stoppt hier praktischerweise gleich nebenan.
  • Chinatown: Ebenfalls recht bekannt ist San Francisco Chinatown. Das einst fast ausschließlich der aus China stammenden Bevölkerung gehörenden Stadtviertel befindet sich nördlich des Union Squares rund um Grant Avenue und Stockton Street. Fast alle historischen Gebäude sind Anfang des 20. Jahrhunderts dem Feuer zum Opfer gefallen, doch auch heute noch können sich die verzierten Fassaden sehen lassen. Nicht zu verpassen ist vor allem das Dragon's Gate am "Eingang" von Chinatown.
  • Golden Gate Park: Ein riesiger Park, im Westen der Halbinsel gelegen, in dem sich mehrere Museen (de Young, California Academy of Science), Gärten (Japanese Tea Garden) und Sportplätze befinden. Vor allem am Wochenende einen Besuch wert, wenn die Stadtbevölkerung in Scharen in den Golden Gate Park strömt, um sich von der Arbeitswoche zu erholen.
  • Palace of Fine Arts: Ein aus Filmen wie The Rock bekannter Tempel im griechisch-römigen Stil, der ursprünglich im Zuge der Panama-Pacific International Exposition im Jahre 1915 erbaut wurde. Heute ist der Palace of Fine Arts ein reines Fotomotiv, auch wenn sein kleiner Park zum kurzen Verweilen einlädt. Der Besuch ist kostenlos.
  • The Presidio: Ein ehemaliges Militärgelände im Norden der Stadt, direkt an der Golden Gate Bridge. Neben den Ausblicken auf die Brücke findet man im Presidio auch Sportplätze, Wanderwege und Strände zum Erholen und Entspannen.
  • Twin Peaks: Der schönste Ausblick auf San Francisco befindet sich auf Twin Peaks, im Zentrum der Halbinsel an der Market Street gelegen. Nur wenige Parkplätze, weshalb sich der Besuch vor allem in der Woche und morgens lohnt.

Museen

San Francisco ist die Heimat zahlreicher Museen, von denen zumindest einige den Besuch wert sind:

  • Aquarium of the Bay: Wie der Name schon sagt, ein nicht besonders großes, aber durchaus schön gestaltetes Aquarium an Fisherman's Wharf. Eintritt 27$ für Erwachsene, täglich geöffnet.
  • Cable Car Museum: Erlaubt Einblick in die Funktionsweise und Geschichte der Cable Cars. Kleine Einrichtung, nahe Union Square und Chinatown. Eintritt kostenlos, täglich geöffnet.
  • California Academy of Science: Sehr abwechslungsreiches, vielfältiges Museum, unter anderem mit einem Aquarium und einem Planetarium. Auch von außen sehenswert. Im Golden Gate Park gelegen, Eintritt 36$ für Erwachsene, täglich geöffnet.
  • de Young Museum: Ein Museum für US-amerikanische Kunst vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. Ebenfalls im Golden Gate Park gelegen. Eintritt 15$ für Erwachsene, von Dienstag bis Sonntag geöffnet.
  • Exploratorium: Ein Wissenschaftsmuseum zum Anfassen, nicht nur für Kinder und Jugendliche sehr interessant, auch ohne gute Englischkenntnisse. Am Embarcadero nahe des Ferry Buildings gelegen. Eintritt 30$ für Erwachsene, geöffnet von Dienstag bis Sonntag.
  • Legion of Honor: Vor allem von außen sehenswertes Museum für Kunst von der Antike bis in die Gegenwart. Gelegen in Land's End. Eintritt 16-18$ für Erwachsene, ebenfalls von Dienstag bis Sonntag geöffnet.
  • SFMOMA: Museum für Moderne Kunst, das hiesige Gegenstück zum weitaus bekannteren MOMA in New York also, südlich der Market Street. Eintritt 25$ für Erwachsene, von Donnerstag bis Dienstag geöffnet.
  • Walt Disney Family Museum: Ein Museum über das Leben und Werk von Walt Disney. Im Presidio, Eintritt 25$ für Erwachsene, von Mittwoch bis Montag geöffnet.

Parks

  • Golden Gate Park:
  • The Presidio:
  • Lake Merced Park:

Sport

Vier Teams sind aus San Francisco oder seiner unmittelbaren Umgebung sind in den großen US-amerikanischen Profiligen vertreten:

  • San Francisco 49ers: Ein Football-Team, trägt seine Heimpartien seit 2014 im knapp 80 km südlich entfernten Santa Clarita aus. 8 Partien pro Saison, die von September bis Dezember läuft. Tickets daher teuer, erhältlich über die NFL.
  • San Francisco Giants: Ein Baseball-Team, spielt im AT&T Stadion, nur ein kleines Stück südöstlich der Market Street. Von März bis Oktober üblicherweise mehrere Partien pro Woche. Tickets daher günstig, erhältlich über die MLB.
  • Golden State Warriors: Ein Basketball-Team, spielt in der Oracle Arena, auf der anderen Seite der Bucht im Süden von Oakland. Von etwa Oktober bis April meistens ein bis drei Partien pro Woche, Tickets erhältlich über die NBA.
  • Oakland Atletics: Ein weiteres Baseball-Team, trägt seine Partien im Oakland–Alameda County Coliseum, gleich neben der Oracle Arena der Warriors. Tickets ebenfalls über die MLB erhältlich.

Events

Regelmäßige Events sind das jährlich Mitte Mai stattfindende Bay to Breakers Footrace, ein seit 1912 stattfindender 12-km-Lauf, der von Embarcadero im Osten einmal über die komplette Halbinsel durch den Golden Gate Park bis Ocean Beach im Westen führt. Zu seinen be­sten Zeiten begrüßte der Lauf über 100.000 Teilnehmer, häufig übrigens kostümiert und nur spärlich bekleidet. Im Jahr 2018 waren es immerhin noch 40.000 Teilnehmer – und über 150.000 Zuschauer.

Ebenfalls sehenswert ist Ende Mai die Carnaval's Grand Parade, ein stark von Lateinamerikanern geprägter Karnevalsumzug, während im Juni die Gay Pride Parade, überwiegend im Castro District, Besucher aus den ganzen USA an- und auszieht. Im August findet der große San Francisco Marathon statt, mit Outside Lands gibt es eines der größten Musik-Events im Gol­den Gate Park, aber auch das AfroSolo Arts Festival ist einen Blick wert. Und im September zieht die nicht ganz jugend­freie Folsom Street Fair die Besucher auf sich, eine Straßenmesse der BDSM- und Leder-Szene.

Rundgänge

Ein typischer Rundgang in San Francisco führt durch das Stadtzentrum im Nordosten, das von Van Ness Avenue im Westen, Fisherman's Wharf im Norden, Embarcadero im Osten und Market Street im Süden recht klar begrenzt wird. Wo man seinen Rundgang beginnt, ist in erster Linie davon abhängig, wann man startet. Einsteigen kann man in die Route im Grunde überall, allerdings wäre es nicht sinnvoll, Fisherman's Wharf und Pier 39 am Vormittag aufzusuchen, wenn dort noch wenig los ist.

Union Square: Cable Cars & Shopping Als Ausgangspunkt für diesen Rundweg wählen wir deshalb den Union Square, einen schönen, in seinen Grundzügen schon 1850 geschaffenen Platz mit ein wenig Grünfläche, zentral gelegen und fast immer gut besucht. Um ihn herum siedelt sich das kulturelle und kommerzielle Zentrum der Stadt an. Von dort aus ist es nicht weit zur Market Street, an der man einen näheren Blick auf die berühmten Cable Cars werfen kann, deren Wen­de­punkt sich hier befindet. Aufgrund des hohen Besucheraufkommens ist es nicht verkehrt, recht früh vor Ort zu sein, um sich für ein gutes Foto nicht erst durch die Menschenmassen quetschen zu müssen, die späte­stens ab Mittag den Wendepunkt umringen. Wenn man schon einmal da ist, könnte man danach auch gleich dem großen Westfield San Francisco Center direkt gegenüber des Wen­de­punkts einen Besuch abstatten: Eine schöne, sehr vielfältige Shopping Mall mit über 180 Geschäften, darunter riesige Filialen der Kaufhaus­ket­ten Bloomingdale's und Nordstrom. Die Mall ermöglicht einen ersten Eindruck von der amerikanischen Konsumkultur, wartet aber auch mit der ein oder anderen architekto­nischen Besonderheit auf: Rolltreppen etwa, die nicht gerade nach oben verlaufen, sondern dabei einen Halbkreis be­schreiben. Einheimische behaupten gerne, so etwas gäbe es nur hier und in Tokio – was aber nicht ganz der Wahrheit entspricht, wie man bei einem Besuch von Las Vegas feststellen wird. Das Center bietet natürlich auch einen riesigen Food Court mit recht guter, sehr breiter Auswahl. Danach führt der Rundweg weiter gen Norden. Wenn man einen Platz ergattern kann, ist das eine durchaus gute Gelegenheit, mit einem Cable Car zu fahren, denn nun geht es recht steil bergauf.

Chinatown Allerdings ist der nächste Stopp nicht weit entfernt, denn schon ein paar Straßen weiter, an der Kreuzung von Bush Street und Grant Avenue, beginnt das populäre Chinatown, in dem sich ab 1850 die zahlreichen chinesischen Einwanderer ansiedelten, die vor allem für den Bau der Ei­senbahn ins Land geholt wurden. Doch so authentisch die Wurzeln auch sein mögen, über das heutige Chinatown darf man durchaus geteilter Meinung sein: Die einen lieben die chinesischen Geschäfte mit den über die Straße gespannten Lämp­chen und dem typischen Geruch, der aus Läden und Imbissen strömt. Die anderen beklagen, dass die große Mehrheit der Shops sich eindeutig an Touristen richtet und vorrangig kitschige Souvenirs verkauft. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen: An der großen Grant Avenue geht es sehr touristisch zu, während die parallel dazu ver­laufende Stockton Street einen Block westlich schon echter erscheint. Sehenswert sind auf alle Fälle die schön ver­schnörkelten Fassaden der Häuser und das Dragon Gate. Ein Tor, das als einziges in Nordamerika die chinesischen Ansprüche an einen solchen Eingang erfüllt. Das Dragon Gate am südlichen Ende von Chinatown.

Unterwegs begegnet man dem romantischen City Lights Bookstore sowie der Old Saint Mary's Cathedral, zwei von San Franciscos zahl­reichen „Historic Landmarks“. Einen Blick ist zudem die Golden Gate Fortune Cookie Company an der Jackson Street wert, die auf erstaun­lich kleinem Raum seit 1962 Glückskekse herstellt, inzwischen auch in ver­schiedenen Geschmacksrichtungen. Eine Packung ko­stet etwa 5$ und ist ein schönes Souvenir, wenn man sie denn heil nach Hause bekommt. Von Chinatown aus erblickt man im östlich gelegenen und ansonsten kaum sehenswerten Financial District die Transamerica Pyramid aus dem Jahre 1972. Das mit 260 Metern höchste Gebäude der Stadt hat sei­ne ganz besondere Form dem Schutz vor Erdbeben zu verdanken. Ein möglicher Abstecher führt auf Höhe der Washington Street zum kostenlosen Cable Car Museum in der Ma­son Street, das täglich von 10 bis 18 Uhr Einblicke in Geschichte und Technik der Cable Cars erlaubt. Auch zur Grace Cathedral an California und Jones Street ist es von dort aus nicht mehr weit. Das von außen wie innen gleichermaßen im­posante Bauwerk aus dem Jahre 1964 sieht in seiner Umgebung zwar reichlich deplatziert aus, beeindruckt aber mit seinen verzierten Ein­gangstüren sowie seinem Labyrinth-artig aussehenden Boden. Eine weitere schöne Kirche befindet sich am nördlichen Ende von Chinatown gegenüber vom Washington Square Park, die Saints Peter and Paul Church – vor allem bekannt, weil sich hier einst Marilyn Mon­roe nach einer ihrer Hochzeiten ablichten ließ. Eintritt kostenlos.

Coit Tower und Transamerica Pyramid von Pier 39.

Coit Tower Als nächstes geht es nur ein paar Straßen weiter östlich auf den schon 1933 errichteten Coit Tower auf dem Telegraph Hill, einem kleinen Hü­gel, dessen Turm mit einem großartigen Ausblick auf die Stadt aufwartet und deshalb von Beginn an vorrangig dem Tourismus diente. Die Fahrt zum Observation Deck hinauf kostet für Erwachsene 9$, für Kinder und Jugendliche 2$ bis 6$, von 10 bis 18 Uhr. Bei gutem Wetter ein absolutes Muss!

Pier 39 & Fisherman's Wharf Anschließend bietet sich der Gang ans Meer an, denn bis zum Pier 39, einer ehemaligen, seit Ende der 70er-Jahre umgewandelten Bootsanlege­stelle, ist es nicht weit. Der Pier siedelt sich mit Geschäften, Restaurants und Rides zwischen ganzjähriger Kirmes und Touristennepp an, wurde aber überwiegend so schön gestaltet, dass man über die im Vordergrund stehenden kommer­ziellen Aspekte gut hinwegsehen kann. Wer noch ein hübsches Souvenir oder einen Snack sucht, wird hier stets fündig, auch Fotospots gibt es zur Genüge.

Am Pier 39: Immer voll, sehr touristisch, aber sehenswert.

Am Ende des Piers befinden sich auch die bekannten Seelöwen, die mit Hilfe von Essensresten angelockt werden und meistens recht faul auf im Wasser treibenden Plattformen in der Sonne liegen. Außerdem findet man hier das Aquarium of the Bay, das mit mehr als 90 Metern Unter­wassertunneln sowie 50 verschiedenen Hai-Arten punktet. Erwachsene zahlen 28$ Eintritt, Kinder 18$, im Sommer von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Von Pier 39 geht es weiter gen Westen am Meer entlang, wo offiziell erst die dem Namen nach sehr bekannte Fisherman's Wharf beginnt, die sich überwiegend durch weitere Shops und Imbisse auszeichnet, die aber weniger schön gestaltet sind als am Pier 39. Ausnahme: Die in ein Shopping-Center umgebaute Schokoladen­fabrik Ghirardelli Square. Von Fisherman’s Wharf aus sind auch Fahrten zum Angel Island State Park möglich, eine kleine Insel in der Bucht, die einst der Armee und später als Sammellager für Immigranten diente. Mit der Fähre geht es von Pier 41 aus mehrmals pro Tag rüber, Erwachsene zahlen 20$, Kin­der bis 11 Jahren 11$. Angel Island ist ganz nett zum Wandern, das Gebotene wird dem not­wendigen hal­ben Tagesausflug aber nur bedingt gerecht. Schon eher eine Überlegung wert sind hier die Bay Cruises, Schiffsrundfahrten ver­schiedener Anbieter durch die Bucht, die einen näheren Blick auf die Golden Gate Bridge und auf Alcatraz erlauben, aber zum Teil auch an Angel Island vorbei und bis zur Oakland Bay Bridge fahren. Anbieter sind zum Beispiel „Red and White Fleet“ sowie „Blue and Gold Fleet“, eine typische Tour dauert ein bis zwei Stunden und kostet 30 bis 40$ für Erwachsene, 20 bis 30$ für Kinder – kein ganz preiswerter Spaß, aber bei gutem Wetter durchaus eine Überlegung wert.

Presidio & Palace of Fine Arts Verfügt man noch über ein ordentliches Maß an Energie, könnte man von Fisherman‘s Wharf aus entlang der Küste gen Westen spazieren. Auf dem Weg trifft man zunächst auf Fort Mason, das heute als Kunst- und Kulturzentrum dient, bevor man – nach allerdings immerhin etwa 3 km – The Presidio erreicht. Beim Presidio handelt es sich um einen großen, ehemaligen Militär­stützpunkt, der heute vorwiegend als Naherholungsgebiet dient und zu weiten Teilen besichtigt werden darf. Einen Blick wert ist vor allem der Osten: Dort kann man vom Strand aus zum ersten Mal die Golden Gate Bridge bestaunen, das historische Crissy Field begehen und den ein­stigen „Main Post“ mit seinen architektonisch durchaus sehenswerten Gebäuden in Augenschein nehmen. Am äußersten Ostrand befindet sich auch das wohl größte Highlight der Ecke, der Palace of Fine Arts. Er wurde ursprünglich im Jahre 1915 für die Panama-Pacific Exposition errichtet und 1965 neu für den Touris­mus aufgebaut. Die sehenswerte Anlage mit Teich und Rotunde diente schon des Öfteren als Filmkulisse, unter anderem in „The Rock“ (1996) mit Sean Connery. Der Besuch ist kostenlos. Wer den weiten Weg scheut, kann über die Lombard Street auch mit dem Bus oder dem eigenen Auto anfahren. Zwischen Crissy Field und Main Post findet man ein paar Parkplätze. Palace of Fine Arts: Fast versteckt am Rande des Presidios.

Lombard Street Zum Abschluss des Rundgangs bietet sich noch ein Abstecher zur Lom­bard Street an, der nach eigenem Bekunden kurvigsten Straße der Welt, die sich nur ein kleines Stück südlich von Fisherman's Wharf befindet. Sie ist im Grunde lediglich ein Fotospot, durch den sich von morgens bis abends die Autos schlängeln und an dem üblicherweise dutzende Touristen stehen, um genau das abzulichten – aber sehenswert ist diese weltbekannte, meist auch schön bepflanzte Straße allemal.


Golden Gate Bridge & Viewpoints Weiter geht es, vermutlich am nächsten Besuchstag, in der Umgebung der Innenstadt. Vielleicht haben Sie schon einmal von dem großen 49 Mile Scenic Drive gelesen, der San Francisco sowie seine nähere Umge­bung durchziehen und an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführen soll. Eine grundsätzlich sehr schöne Idee, doch dessen Ausschilderung ist heute nur noch in Teilen erhalten, genauso wie nicht mehr jedes Fleck­chen entlang des Drives als echte Sehenswürdigkeit erachtet werden kann – denn abgesteckt wurde die Route bereits im Jahre 1938. Golden Gate Bridge in voller Länge von den Marin Headlands aus.

Einen Teil dieses Drives befährt man trotzdem automatisch und dazu zählt natürlich auch der Weg zur herausragenden Golden Gate Bridge, die man spätestens an einem zweiten Tag in San Francisco, gutes Wetter vorausgesetzt, ansteuern sollte. Die von 1933 bis 1937 errichtete Brücke, die den Norden der Stadt mit Marin County auf der gegenüberliegenden Halbinsel verbindet, galt lange Zeit als die längste Hängebrücke der Welt. Zwischen den beiden Hauptpfeilern liegen sagenhafte 1,3 Kilome­ter, die tagtäglich von etwa 120.000 Fahrzeugen befahren werden. Die mit großem Abstand besten Viewpoints befinden sich in den Ma­rin Headlands nordwestlich von der Golden Gate Bridge, sowohl Point Diablo als auch Point Bonita sind einen Besuch wert. Beide ermöglichen es, die Brücke in ihrer vollen Breite zu sehen, im besten Fall sogar mit einem Hauch von Alcatraz Island im Hintergrund. Um die Viewpoints zu erreichen, muss man von San Francisco aus zunächst über die Brücke, an ihrem Nordende gen Westen abfahren und dort die Golden Gate Na­tional Recreation Area ansteu­ern. Hier kommt man auch an Battery Spencer vorbei, einer ehemaligen Verteidigungsanlage, die ebenfalls einen interessanten Blick auf die Brücke bietet: Sehr spitz zwar, aber mit der Innenstadt von San Francisco im Hintergrund. Doch auch auf der Stadtseite gibt es gute Aussichtspunkte: Neben dem Presidio und Fort Mason, den zwei ehemaligen Militärstützpunk­ten im Nordwesten, sind hier vor allem Baker Beach und das nicht weit ent­fernte Land's End ganz im Westen zu nennen. Letzteres hat sogar noch weitaus mehr als den Ausblick zu bieten: Der etwa 2 km lange Land's End Trail führt an einem hier überraschend schönen Küstenab­schnitt ent­lang durch den Lincoln Park und zu den Sutro Baths (Ruinen des einst größten Schwimmbads aus dem 19. Jahr­hundert), auch zum Legion of Honor Museum (europäische Kunst) ist es nicht weit. Direkt neben den Sutro Baths befindet sich zudem das Cliff House, ein dank seiner Klippenlage interessantes Restaurant, auch wenn das heutige Gebäude es nicht ansatzweise mit dem Prunk des Cliff Houses aus dem späten 19. Jahrhundert aufnehmen kann – bei dem aktuellen Bauwerk handelt es sich schon um die fünfte Variante. Wichtig: Fährt man über die Golden Gate Bridge nach Süden in die Innenstadt, wird in diese Richtung eine Maut in Höhe von 8$ fällig, am besten online auf goldengate.org/tolls/ mit Karte zu zahlen. Die Maut muss entweder vorab oder innerhalb von 48 Stunden nach Überque­rung der Brücke beglichen wer­den, sonst geht die Rechnung an den Mietwa­genverleih, der sie mit Aufschlag an den Kunden weitergibt.

Golden Gate Park Gegen Nachmittag empfiehlt sich ein Besuch des Golden Gate Parks, am besten am Wochenende, wenn sich auch ein paar Einheimische dort he­rumtreiben und man sich nicht ganz so einsam fühlt. Die 5 km lange und 1 km breite Grünanlage, schon in den 1870er-Jahren eröffnet, ähnelt ent­fernt dem Central Park in New York: Es gibt Gärten, Seen, Sportplät­ze, die aktiv genutzt werden, mehrere Museen, das schöne Conservatory of Flowers sowie den recht bekannten Japanese Tea Garden, im Sommer von 9 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt 9$ für Erwachsene, 3-6$ für Kinder. Ebenfalls interessant ist die California Academy of Sciences, ein vor kurzem neu erbautes Naturkundemu­seum, das mit seiner Architektur beeindruckt und unter anderem einen sehenswerten künstlichen Regen­wald enthält. Erwachsene zahlen 36$ Eintritt, 26-31$. Geöffnet täglich von 9:30 bis 17 Uhr, Sonntags erst ab 11 Uhr. Painted Ladies: Downtown im Hintergrund macht den Anblick aus.

Painted Ladies Anschließend könnte man kurz bei den Painted Ladies vorbeischau­en, den bunten, viktorianischen Holzhäuschen am Alamo Square, wo es mit einem Foto allerdings getan ist – zumal die alten Damen aus dem 19. Jahrhundert auf Postkarten doch meistens etwas besser und farben­froher aussehen als im wahren Leben.

Twin Peaks Am Abend, am besten ein gutes Stündchen vor Sonnenuntergang, könn­te man sich auf den Weg zu Twin Peaks machen, das nur ein kleines Stück südlich vom Golden Gate Park liegt und den mit Abstand besten Aus­blick auf beinahe ganz San Francisco bietet, vielleicht sogar einen der schönsten Ausblicke auf eine Stadt im Südwesten überhaupt. Bei gutem Wetter hat man hier aus etwa 280 Metern Höhe beste Sicht auf die Innenstadt, Golden Gate Park, Golden Gate Bridge und Oakland Bay Bridge, sowohl bei Helligkeit als auch bei Dunkelheit. Gerade um den Sonnenuntergang herum kann es im Sommer aller­dings enorm voll werden und Parkplätze sind stets Mangelware – also lieber einen Tick zu früh als zu spät da sein! Toller Ausblick von Twin Peaks auf Downtown.

Ein Stück südwestlich von Twin Peaks findet man zudem noch Lake Merced, ein bei Einheimischen recht beliebtes Naherholungsgebiet, das Wanderwege bietet, Angeln und Wassersport ermöglicht, nach einem Besuch des Golden Gate Parks aber kein Muss darstellt. Auch der hier befindliche San Francisco Zoo fällt mit gut 700 Tieren aus 200 Arten im Vergleich zu San Diegos Zoo deutlich kleiner aus, ob­wohl zumindest Teile der Gehege relativ schön angelegt sind. 22$ für Erwachsene, 16$ für Kinder. Täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr.

Alcatraz Danach hat man die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von San Fran­cisco beinahe abgehakt, übrig bleibt nur noch Alcatraz. Der Besuch der berühmten, 1963 aufgrund zu hoher Kosten und erodierender Ge­bäude geschlossenen Gefängnisinsel lohnt sich zweifellos, sofern man mit den richtigen Erwartungen an das Ganze herangeht: Der ein wenig makabere Charme der Insel liegt in ihrer Ruhe und Abgeschiedenheit, doch tat­sächlich ist sie seit etwa vierzig Jahren ein purer Touristenmagnet, der täglich weit über tausend Besucher anzieht – sodass es mit der Ruhe natürlich nicht besonders weit her ist. Gefängnisinsel Alcatraz: Die Entfernung zum Festland lässt sich erahnen.

Der Besuch von Alcatraz ist nur mit einer Fähre möglich, Tickets da­für gibt es entweder online oder direkt vor Ort, 39$ für Erwachsene, 24$ für Kinder bis 11 Jahre. Von Mai bis September sind die Tickets für viele Touren weit im Voraus ausverkauft; wer auf Nummer sicher gehen will, bucht daher mindestens drei bis vier Wochen vorab online. Empfehlenswert ist die „Early Bird“-Tour um 8:45 Uhr, da es sich hierbei um die erste Überfahrt handelt und sich somit entspre­chend wenige Besucher auf der Insel befinden. Dort angekommen, werden die üblichen Guides und ein tolle Audiotour angeboten. Freundlicher­weise darf man so lange bleiben, wie man mag, und kann die Insel also nach Belieben im eigenen Tempo erkunden. Inklusive Hin- und Rück­fahrt sollte man knapp vier Stunden dafür einplanen.

Weitere Optionen Verbleibt danach noch Zeit in der Stadt, zieht es viele Besucher ein zwei­tes Mal an den Union Square zum Shopping. Andere nehmen sich etwas vor, das sie in den vergangenen Tagen nicht geschafft haben, oder su­chen einen zweiten Aussichtspunkt auf die Golden Gate Bridge auf. Auch ein Abstecher in den südlichen Teil des Financial Districts im Osten des Stadtzentrums kann eine Überlegung wert sein; dort befindet sich bei­spielsweise das Embarcadero Center, eine Art Shopping Mall, deren Geschäfte heute aber eher unattraktiv sind. Deutlich schöner ist das enorm breite Ferry Building aus dem Jahre 1898 dahinter, mit 75 Meter hohem Clock Tower im spanischen Stil, in dessen Inneren sich ein Markt sowie diverse Imbisse und Cafés befinden. Häufig stehen bei Besuchern auch die Stadtteile Civic Center und Tenderloin auf der Liste, in denen sich die City Hall, stark an das Capitol in Washington D.C. erinnernd, sowie der Theatre District, unter ande­rem mit der großen Symphony Hall, befinden. Leider ist die Gegend jedoch als ein wenig fragwürdig einzustufen, bei Tag nicht gefährlich, aber unangenehm. Da es außer der City Hall nicht viel zu sehen gibt, kein echtes Muss. Östlich von Twin Peaks findet man zudem Castro und Mission, zwei Stadtviertel mit langer Geschichte: Castro entwickelte sich in den 60er-Jahren zu einer der ersten offen homosexuellen Gemeinden in den USA, hier lebte auch der spätestens seit dem Film mit Sean Penn bekannte Har­vey Milk, einer der wichtigsten Aktivisten dieser Ära. „The Mission“ nebenan hingegen, benannt nach der dort zu fin­den­den Mission San Francisco de Asis (häufig auch als „Mission Dolores“ bezeichnet, der Ursprung der Stadt, 5$ Eintritt, täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet), ist beziehungsweise war lange vor allem für ihre spanisch-mexikanische Be­völkerung bekannt. Beide Stadtteile verweisen heute noch auf diese Wurzeln, auch wenn vor allem der Mission District sich im Rahmen der unaufhaltsamen Gen­trifizierung über die letzten Jahre hinweg doch arg gewandelt hat. Eine starke Künstlerszene gibt es weiterhin und auch „Ethnic Food“ findet man an jeder Ecke, doch inzwischen verdrängt die wohlhabendere, oft weiße Bevölkerung zusehends die ehemaligen Anwohner. Dennoch sind beide Viertel einen Besuch wert, auch wenn es kaum Sehenswürdigkeiten gibt; es geht mehr darum, das noch verbliebene Flair der Umgebung aufzusaugen. Nicht nur für Filmfans einen Blick wert ist zudem das Castro Theatre, ein 1922 erbautes Kino im Art-Deco-Stil, das heute vor allem Klassiker zu fairen Preisen zeigt. Aufgrund der Größe des Kinos sind Karten fast immer spontan zu bekommen. Abstecher nach Berkeley Während das hässliche Oakland direkt gegenüber von San Francisco auf der anderen Seite der Bucht keinen Besuch wert ist, kann ein Abstecher ins nur wenige Kilometer nördlich davon liegende Berkeley eine Überle­gung darstellen. Die Stadt ist für den ältesten Campus der University of California bekannt, der mit seiner Architektur und dem alles überra­genden Sather Tower für Touristen sehenswert ist – aber auch andere Einrichtungen (Bücherei, South Hall, Parks) können sich sehen lassen. Von Studenten geführte Touren über das kaum vorstellbar große Cam­pusgelände gibt es täglich um 10 Uhr, sie dauern etwa 90 Minuten.

Einkaufen

Shopping

Das Einkaufszentrum von San Franciscos Innenstadt liegt um den Union Square herum. Hier findet man riesige Kaufhäuser und auch das er­wähnte Westfield Shopping Center, das sowohl die üblichen Franchise-Shops als auch den ein oder anderen kleineren Laden enthält, den man nicht in jeder anderen Großstadt der Welt findet. Wer Souvenirs mitbringen möchte, ist am besten an Fisherman's Wharf oder in Chinatown aufgehoben. Nicht weit von San Francisco ent­fernt gibt es zudem mehrere Outlets mit vielen bekannten Franchises zu (für diese Marken) günstigen Preisen. Auf dem Weg nach Monterey liegt das Gilroy Premium Outlet, während in Richtung Yosemite das Liver­more Premium Outlet angesteuert werden könnte. Auch im alten Ferry Building findet man einige nette, kleine Geschäfte.

Supermärkte

Große Supermärkte (häufig inklusive vieler weiterer Läden) befin­den sich, wie in den USA üblich, vorrangig außerhalb des Stadtzentrums, sie sind an den Ausfahrten der Highways nicht zu verfehlen. Wer einen rie­sigen Walmart sucht, um für kleines Geld die größte Auswahl zu ha­ben, der wird auf dem Weg nach Yosemite an I-880 und I-580 (erneut in Liver­more) oder an Highway 101 bei San José fündig. Zwischen Down­town und Flughafen gibt es zudem einige Filialen von Safeway & Co.

Essen & Trinken

Imbisse

Restaurants

Bars

Hotels

Günstig

Diese Hotels (vorwiegend Motels) befinden sich in der Lombard Street oder nahe der Van Ness Avenue, also westlich des Zentrums. Ist man gut zu Fuß unterwegs, kann man die Innenstadt allerdings in unter 30 Minuten erreichen - oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen.

Preisklasse Name Hinweise
$ Chelsea Inn Etwas altmodisches, aber ordentliches Hotel, günstig. Relativ große Zimmer.
$ Seaside Inn Typisches, einfaches Motel mit vor nicht allzu langer Zeit renovierten Zimmern.
$ Coventry Inn Mit dem Chelsea Inn nahezu identisch, gleicher Betreiber.
$ Cow Hollow Inn Ebenfalls, allerdings das beste der drei Hotels, wirkt etwas frischer.
$$ Holiday Inn Eines der wenigen wirklich großen Hotels in der Stadt, alles in allem ordentlich.
$$ Castle Inn Meistens recht günstige Unterkunft, altmodisch, aber in Ordnung. Zentrale Lage.

Fisherman's Wharf

Preisklasse Name Hinweise
$$ Hotel Zoe Von außen unscheinbar, innen modern und freundlich eingerichtet.
$$ Holiday Inn Express Typisches Hotel der beliebten Ketten, ordentlich, Top-Lage.
$$$ Hotel Zephyr Hippes, junges Designer-Hotel in bestmöglicher Lage.
$$$ Pier 2620 Hippes, junges Designer-Hotel in bestmöglicher Lage.
$$$ Argonaut Hotel Toll eingerichtetes Hotel, sehr stilvoll, in bester Lage. Zimmer recht klein.

Union Square

Preisklasse Name Hinweise
$$ Club Donatello Kleiner Geheimtipp, nahezu das einzige gute "bezahlbare" Hotel in der Lage.
$$ Chancellor Hotel Ganz gute Alternative zum Donatello am Union Square, allerdings kleine Zimmer.
$$ Inn at Union Square Ordentliches, sauberes Hotel mit relativ kleinen Zimmern, dafür in toller Lage.
$$$ Hotel Nikko Modernes, hell und freundliches Top-Hotel in bester Lage, große Zimmer.

Flughafenhotels

Preisklasse Name Hinweise
$$ La Quinta Inn Airport West Kürzlich renovierte Zimmer, von außen zugänglich, aber gesichert. Gute Wahl.
$$ Best Western Plus Grosvenor Typisches, durchschnittliches Best Western. Zimmer an den Ecken meiden, da laut.
$$ Hampton Inn Airport South Bietet etwas mehr Komfort als die Konkurrenz, freundliches Personal, guter Service.

Campingplätze

Ansatzweise in Ordnung gehen das San Francisco RV Resort sowie der Treasure Island RV Park, die etwa auf Höhe des Flughafens liegen. Ein Stellplatz kostet ab 75$ die Nacht, mit dem öffentlichen Nahverkehr in die Innenstadt braucht man gut 45 Minuten. Schön sind beide Plätze nicht, allerdings zumindest deutlich besser als der mitunter empfohle­ne Candlestick RV Park, von dem man aufgrund von Ausstattung, Lage und Klientel unbedingt Abstand halten sollte. Falls möglich, das Wohnmobil im Anschluss an den Stadtbesuch übernehmen oder vorher abgeben.

Sicherheit

Wie in jeder anderen Großstadt stellt der Touristenstrom natürlich einen Anreiz für Kriminelle dar, was sich vor allem in den üblichen Taschen­diebstählen und Autoeinbrüchen niederschlägt. Eine Zeit lang war San Francisco für Letzteres sogar berüchtigt, nicht zuletzt im Tenderloin District und um die Golden Gate Bridge herum – doch sofern man ausrei­chend Vorsicht walten lässt, ist das tatsächliche Risiko recht gering. Für diese Vorsichtsmaßnahmen reicht ein gesunder Menschenver­stand aus. Das heißt: Lassen Sie keine Wertsachen offen im Auto liegen, stecken Sie Ihr Portemonnaie nicht in Ihre Gesäßtasche und halten Sie Handtaschen und Wertgegenstände im Gedränge immer gut fest, indem Sie zum Beispiel eine Hand auf die Hosentasche legen. Bei Mietwagen lässt sich üblicherweise leider nicht verschleiern, dass es sich um einen eben solchen handelt, denn Aufkleber des Anbieters befinden sich fast immer an der Heck- oder der Windschutzscheibe, manchmal auch auf dem Kennzeichen, was für Kriminelle eine Versu­chung darstellen kann. Bevorzugen Sie daher, falls möglich, überwachte Parkplätze und dort auch Stellplätze nahe der Eingänge, an denen mehr Publikumsverkehr herrscht. Eher zu meiden sind darüber hinaus, wie bereits erwähnt, die Gegend um das Civic Center herum sowie andere Stadtviertel, in denen Touri­sten mangels Sehenswertem nichts verloren haben. Auch Alamo Square und Umgebung zählen nach Anbruch der Dämmerung dazu – zwar nicht tatsächlich gefährlich, aber teilweise unangenehm.

Nächste Ziele

  • Redwood National Park: Hohe Bäume wie man sie sonst fast nur noch im [Sequoia National Park] findet, etwas abseits der üblichen Route im Norden.
  • Lassen Volcanic National Park: Ein National Park mit leichter vulkanischer Aktivität, nur im Sommer zugänglich, dann aber sehenswert. Im Nordosten.
  • Yosemite National Park: Einer der beliebtesten National Park der USA, mit viel Wald, aber auch Wasserfällen, Seen und sprudelnden Flüssen im Osten.
  • Highway 1: Eine der schönsten Küstenstraßen der Welt, beginnend mit [Monterey], [Carmel-by-the-Sea] und der [Point Lobos State Reserve] im Süden.
  • Los Angeles: Die nächste wirklich große Stadt im Süden, bekannt für Hollywood, seine Hügel und so vieles mehr - gut zwei Fahrtage entfernt.